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SonnenCityProjekt Pfaffenhofen a.d. Ilm Kapitel 7 – “Einseitiger Beginn eines rekursiven Prozesses”



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Die zuständigen Vertreter der Stadt Pfaffenhofen hatten beim ersten Termin uns gegenüber formuliert, dass sie sich an diesem Ort als Dachform ausschließlich nur Satteldächer vorstellen können. Nachdem der Bauherr unsere Planung der Stadt, wie vereinbart auch in Papierform (s. Kapitel 6) vorgelegt hatte, erhielten wir kurz darauf diese Antwort:

Ausschnitt aus dem Schreiben der Stadt an den Bauherren:

Spätestens mit diesem Schreiben wurde uns nun unmissverständlich mitgeteilt, dass wir mit allein mit unserem Entwurf in amorpher Gestalt bei der Stadt Pfaffenhofen nicht weiter kommen werden.

Ein Grundstück – Zwei Entwürfe:

„Amorph“ <> „orthogonaler 3-Seitenhof mit Satteldach“

Nach diesem Schreiben, sowie den Äußerungen zum Thema Satteldach und 3-Seitenhof, intensivierten wir unsere kontroverse interne Diskussion: Fakt ist, dass ein – aus unserer Sicht – unakzeptabler Gestaltungswille gegen grundsätzlich zu verfolgende „SDG-Ziele“ aus der von der Stadt Pfaffenhofen unterschriebenen Nachhaltigkeitserklärung steht. (s. Kapitel 4: „Die SDG´s: Weltzukunftsvertrag der Vereinten Nationen).

Unserer Meinung nach hatten wir somit jetzt das klassische Dilemma, welches in der Regel stets dazu führt, dass sich Stadtväter im Ergebnis gegen die Zukunft unserer Kinder zu entscheiden haben! Wir werden in einem späteren Kapitel auf dies Dilemma noch ausführlicher eingehen…

Nachdem wir uns jedoch als Dienstleister gegenüber unserem Auftraggeber, sowie als Vermittler zwischen Behörden, Baufirmen, Banken und unserem Auftraggeber verstehen, wollten wir es gar nicht erst zu einer Entscheidung gegen Ökologie und Soziales kommen lassen. Somit entwickelten wir eine von der Stadt geforderte 3-Seitenhof- Lösung mit Satteldächern unter gleichzeitiger Berücksichtigung der o.g. „SDG-Ziele“.

Wir sahen hierzu die Notwendigkeit, obwohl wir weiterhin nicht die Argumente der Stadt Pfaffenhofen gegen unseren Entwurf in amorpher Gestalt teilen.

Da wir stets zusätzlich ebenso diese „SDG-Ziele“ im Fokus behalten, entschieden wir uns dazu, zwei grundsätzlich verschiedene Entwürfe zu entwickeln und zur Diskussion zu stellen, um damit zügiger zu verhandelbaren Ergebnissen zu kommen: Es galt die gestalterischen Vorgaben der Stadt Pfaffenhofen umzusetzen, ohne dabei die wichtigen Nachhaltigkeits- und Klimaziele zu vernachlässigen. Gleichfalls wollten wir auch unsere eigenen Vorgaben und die Vorstellungen unseres Auftraggebers gestalterisch umsetzen.

Hier stellen wir zur besseren Verdeutlichung ein Vergleichsvideo auf YouTube zur Verfügung, der einen direkten Vergleich des L-Entwurf zu unserem “amorphen” Entwurf zulässt:

Während der Fertigstellung dieses Entwurfsansatzes und nachdem uns die Wünsche der Stadt schriftlich bereits bekannt gemacht worden waren (siehe oben und auch Kapitel 6 – Der Nicht-Ort), erreichte uns vom Bauherren der Bescheid des Landratsamts zur Linde, der insbesondere unseren zweiten Entwurfsansatz (L-Entwurf) wieder völlig neu prägen sollte.

 

 

Gesamtübersicht über alle Kapitel der
OnlineDoku SonnenCityProjekt Pfaffenhofen.

 

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